The next big Thing aus Mittweida oder wie Uber, AirBnB und Co das Fürchten lernen

Zum Jahresanfang ein Rückblick auf das vergangene Jahr. Herausragend waren für mich die Brüder Christoph und Stefan Jentzsch – Pioniere der Digitalisierung.

Wer sich mit Blockchain Technologie beschäftigt, stößt früher oder später auf slock.it – ein wahrhaft “großes Ding”, was die Brüder Christoph und Stefan Jentzsch mit diesem Startup ins Leben rufen. Beide haben zunächst als Entwickler mitgeholfen, die Ethereum Blockchain ins Leben zu rufen aber sich dann dem eigenen Startup zugewandt.

Aber von Anfang an: Mit der Blockchain Technologie werden jegliche Informationen sicher gespeichert. Mit der Konsequenz, dass für Transaktionen aller Art keine Zwischenhändler mehr benötigt werden: Also keine Banken mehr für Überweisungen, kein Uber mehr für das Bestellen eines Autos, kein AirBnB für das Anmieten eines Apartments, kein Notar mehr für das Übertragen von Eigentumsrechten.

Slock.It bringt dies nun ins echte Leben: Wer zum Beispiel sein Auto, seine Wohnung, sein Auto, Fahrrad vermieten möchte, soll dies mit Slock.It nun direkt tun können: Über das Smarte Schloß (=SLock) werden sämtliche für die Vermiertung notwendigen Aktionen gesteuert und ausgeführt. Nehmen wir an, ich verreise für zwei Wochen und möchte für diesen Zeitraum meine Wohnung vermieten. Ich lege einen Mietpreis fest und verschließe meine Wohnung mit dem SmartLock. Der interessierte Mieter kann dann mit seinem Telefon das Schloß öffnen, sobald die Miete inkl. Kaution und Versicherung bezahlt wurden. Nach dem selben Prinzip kann jedwedes Objekt vermietet/verkauft werden, kurzum alles, was sich abschließen lässt.

Doch die Gründer denken noch weiter: Aktuell sind Kooperationen mit RWE angedacht: Der Konzern möchte mit Slock.it seine Ladestationen für Elektroautos so umbauen, dass direkt mit der Kryptowährung Ether bezahlt wird – damit hätte man die bislang umständliche Bezahlung deutlich vereinfacht. Die Vision geht dahin, dass Elektroautos an einer roten Ampel über Induktion aufgeladen werden. Was nebenbei auch zeigt, wie weit RWE tatsächlich voraus denkt.

Die Geschäftsidee von Slock.It ist ja schon innovativ – regelrecht Geschichte geschrieben in 2016 hat jedoch die Art und Weise, wie die Gründer an das Investitionskapital (160 Mio € )gekommen sind: nämlich über eine dezentrale autonome Organisation (DAO) – ein Unternehmen, das nur aus Code besteht. Das ganze liest sich wie ein Krimi, denn dieser Code wurde gehackt. Mehr dazu im nächsten Beitrag.

Fazit: Das Jahr 2017 wird spannend!

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